Wissenswertes

Hunde sind mehr als genetisch gesteuerte Maschinen - Über die Bedürfnisse und Instinkte des Hundes

Vertrauen Jagd

Die Instinkte eines Hundes

Bevor wir „auf den Hund kommen“ sollten wir eine realistische Auswahl treffen und uns einen Hund aussuchen, der tatsächlich zu unseren Lebensumständen passt. Dazu gehört, das sich der zukünftige Welpen- und Hundebesitzer Gedanken über die verschiedenen Rassen macht und die Rasseeigenschaften heraus sucht, die zu ihm (dem Mensch) passen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass der Welpe von Anfang an eine Erziehung und Anleitung genießt, die mit der späteren Verhaltensweise und dem Wesen übereinstimmt.

Alle angehenden Welpen- und Hundebesitzer müssen sich bewusst sein, dass Hunde Beutegreifer sind. Das bedeutet, dass der Hund seine eigenen Bedürfnisse hat, die sich aus den natürlichen Instinkten zusammensetzen:

• der Jagdinstinkt -> Nahrungssicherung; Sichert sich und dem Rudel das Überleben
• der Territorialinstinkt -> sein Revier beschützen; und dem Rudel Schutz bieten
• der soziale Rudelinstinkt -> gemeinsam im Rudel leben, jagen, Nachkommen erziehen
• der Sexualinstinkt -> Fortpflanzung; Erhalt des Rudels, Vererbung


Diese vier Punkte greifen alle ineinander und können nicht im Einzelnen betrachtet werden. Je nach Rasse sind die Instinkte sehr unterschiedlich aufgeteilt.


Diese vier Instinkte spiegeln die Bedürfnisse eines Hundes wieder. Der zukünftige Welpen- und Hundebesitzer sollte sich Gedanken machen ob er diese Bedürfnisse versteht und dadurch dem Welpen und auch erwachsenem Hund ein gutes Vorbild und Partner sein kann. Dies sollte sich wie ein roter Faden durch das Leben des Hundes ziehen und dem Hund somit Vertrauen in den Menschen geben.
Durch geradlinige Führungsqualität kann der Mensch dem Hund Sicherheit und Schutz geben, so dass der Hund sich geborgen und verstanden fühlt.

Die meisten Menschen blenden die natürlichen Bedürfnisse der Hunde einfach aus. Für sie ist der Hund ein Sozialpartner zum „liebhaben“ oder ein Sportobjekt um sich profilieren zu können. Es werden nur die schönen und angenehmen Seiten gesehen (schöner Hund, gute Abstammung, viele Auszeichnungen, Partner beim Spaziergang und Sport,...). Die negativen Seiten werden ausgeblendet.

Erst wenn der Hund für uns negative Verhaltensweisen (bellen, kann nicht allein bleiben, agressiv an der Leine, beißt Briefträger, Kinder oder Artgenossen,...) zeigt, wird sich „darum gekümmert“. Ein Hund darf leider in unserer Gesellschaft nicht auffallen. Dann ist es wichtig nicht nur das „Problem“ zu „bearbeiten“, sondern den Hund als Ganzes zu sehen und zu bewerten und ihm somit eine Chance zu geben in unserer Gesellschaft gut und seinen Bedürfnissen entsprechend leben zu können.


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